Chronik

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Weitere Einzelheiten:

1925 – Gründung des „Segler Club Kellersee“

Im Herbst 1925 beschlossen einige Malenter Segler, einen eigenen Seglerverein zu gründen. Ein Rundschreiben an alle Aktiven rund um den Kellersee informierte über die Ziele: Als Heimatrevier wurde der Kellersee gewünscht, die Seglervereinigung sollte nur sportlichen Zwecken dienen und auch eine Jugendabteilung zur Förderung des Nachwuchses gründen.

50 Segler traten darauf hin der Seglervereinigung bei, wovon in der Gründungsversammlung des „Segler Club Kellersee“ 25 Mitglieder anwesend waren. Der Stander von damals ist auch heute noch das Symbol der SVMG.

Weitere „Fakten“ von 1925: Erster Vorsitzender Herr Filter, Eintrittsgeld 10 Reichsmark, Mitgliedsbeitrag 1 RM pro Monat, Ansegeln am 24. Mai

1926 – Erste offizielle Regatten mit launischem Wetter

Im Juni und Juli 1926 fanden die ersten offiziellen Regatten statt. Auf der Holsteinischen Bundeswoche vom 18. bis 23. Juli 1926 gab es bereits 5 Wettfahrten in 9 Klassen mit insgesamt 26 Teilnehmern.
Über das unberechenbare Wetter von damals wurde auch schon berichtet. So kenterten bei der zweiten Wettfahrt der Bundeswoche alle 26 Starter in einer einminütigen Gewitterfront. Alle wurden schnell gerettet und außer kleinen Materialschäden blieb nur der „Nasse Kuss der Diva Kellersee“.

Ausschnitt aus einem Zeitungsbericht zur ersten Regatta am 20. Juni 1926:„Die sieggewohnte Freya war bereits anfangs zurück gefallen. Die harten, hohen Wellen passten ihr gar nicht, in der ersten Bahnrunde legte sie sich mit einer eleganten Halse in die Fluten des Kellersees. Der Kapitän meinte nachher schmunzelnd: beim Kentern wird man wenigstens nicht so nass, als wenn man drei Runden auf diesem wildem See herum schaukelt.“

1930 – Regatten auf dem Dieksee

Aus organisatorischen Gründen wurden die Regatten ab dem Jahr 1939 verstärkt auf dem Dieksee ausgetragen. Hier waren die Vorbereitungen und Abwicklungen wesentlich einfacher und auch die geselligen Veranstaltungen konnten angenehmer gestaltet werden, obwohl es für heutige Verhältnisse immer noch recht beschwerlich war.

Für die auswärtigen Teilnehmer war jede Regatta eine kleine Expedition – für die Malenter eine Knochenarbeit.

Am Kurhaus gab es einen 8 Meter langen Bootssteg für lediglich 8 von 10 Vereinsbooten am Dieksee. Bei Regatten kamen aber zu den insgesamt 26 Vereinsbooten meist eben so viele auswärtige Teilnehmer hinzu, die man einzeln vom Güterbahnhof abholte. Vom Waggon wurden die Boote auf eine Karre mit Eisenrädern gewuchtet, die vom Malenter Milchwagenschimmel gezogen wurde. Drei Männer passten auf, dass das Boot nicht runter fiel. Als Liegeplätze der Gastboote dienten extra eingeschlagene Pflöcke an der Uferseite der Liegewiese. Es gab keine Slipanlage, keine Umkleidekabinen oder Waschräume und auch keine Bootshalle oder Trockenräume für die feuchtigkeitsempfindlichen Segel aus Baumwolle.

Trotzdem waren die Regatten in Malente sportliche und volkstümliche Veranstaltungen mit hoher Anziehungskraft. Die Malenter Segler waren weit im Land bekannt und auch recht beliebt.

1935 – Änderung des Vereinsnamens und Gleichschaltung aller Sportvereine

Im Zuge der Gleichschaltung des öffentlichen Lebens unter den Nationalsozialisten mussten auch alle Sportvereine die Einheitssatzung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen
anerkennen.

Zum 14.10.1935 wurde eine außer-ordentliche Versammlung einberufen.
Es gab eine lebhafte Aussprache darüber, was man jetzt zu tun gehalten ist. Die reichseinheitliche Vereinssatzung wurde unter anderem wie folgt abgeändert:
Gestrichen wurde der Satz: „Der Verein bezweckt die leibliche und seelische Erziehung seiner Mitglieder im Geiste des nationalsozialistischen Volksstaates“. Gestrichen wurde auch: „Die Mitglieder müssen arischer Abstammung sein.“ Auch die Bezeichnung „Vereinsführer“, anstelle von „Vorsitzender“ wurde nicht angenommen. Trotz all dieser Änderungen wurde die Satzung vom Beauftragten des Reichssportführers genehmigt.

In der außerordentlichen Versammlung im Oktober 1935 wurde auch der Name des „Segler Club Kellersee“ in „Segler-Vereinigung Malente-Gremsmühlen“ geändert.

1939 bis 1945 – 2. Weltkrieg bringt Vereinsleben zum Stillstand

Im Laufe des 2. Weltkriegs kann man in den Vereinsmeldungen nur noch Bootsbestände und –zustände, Mitgliederbewertungen und Notizen zum Zahlungsverkehr lesen.

Viele Mitglieder wurden zum Kriegsdienst eingezogen.

Mit Ende des Krieges 1945 beschlagnahmten die Engländer den noch brauchbaren Restbestand der Boote (drei 15er, eine 10er, und eine 20er Rennjolle).

1949 – Erste Regatta nach dem Krieg

Am 12. Juni 1949 fand die erste Nachkriegsregatta statt. Gestartet wurde in zwei schlichten Klassen: große Boote und kleine Boote.
Bereits im Dezember 1948 genehmigte die britische Militärregierung die Neugründung des Vereins. Yachten bis 40 Fuß Gesamtlänge bekamen die Segelerlaubnis.

1954 – Große Diekseeregatta mit neuem Steg